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LVZ: „Sport frei!“ im Leipziger Osten – Halle am Rabet fertig

16. April, 2013 | 09:09

Sporthalle am Rabet

Neubau ersetzt bei Brand zerstörten historischen Bau in der Konradstraße / 4,5 Millionen Euro investiert

„Gib die Halle frei, wir wollen Sport treiben“, rufen Alanja und Alwina im Chor. Die beiden Mädchen sind nicht die einzigen, die die neue Vereinssport- und Freizeithalle am Stadtteilpark Rabet dringend herbeigesehnt haben. Im März 2008 zerstörten Flammen die alte historische Halle in der Konradstraße bei einem Feuer. Dabei wurde das Inventar komplett vernichtet, die Ruine musste abgerissen werden. Gestern konnte der Neubau, der samt Außenanlagen rund 4,5 Millionen Euro kostet, endlich eingeweiht werden. Diese Summe wurde durch die Brandschutzversicherung, den europäischen Efre-Fonds mit Hilfe des Freistaates Sachsen sowie nicht zuletzt durch die Stadt Leipzig selbst aufgebracht.
„2008 haben viele gedacht, dies ist das Ende für den Sport im Leipziger Osten. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass die neue Halle nun endlich fertig ist“, freute sich Sportbürgermeister Heike Rosenthal (Linke). „Leipzigs Osten ist nicht mehr sportfrei. Man kann wieder sagen: Sport frei!“, ergänzte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU), der zur Eröffnung aus Dresden kam.
Die vom Architekturbüro Behzadi entworfene Sportstätte kann sich sehen lassen: Die in drei Felder unterteilbare Halle bietet viel Platz für den Freizeitsport ortsansässiger Vereine, ist zudem für die Mannschaftssportarten Handball, Volleyball und Hockey geeignet. Dabei hat Architekt Anusha Behzadi mobile Tribünen für etwa 190 Zuschauer eingefügt, die bei Bedarf aus einem Depot herausgefahren werden können.
Der Neubau kann aber auch als Veranstaltungsstätte im Bewegungs- und Erholungsbereich genutzt werden. So ist ein circa 100 Quadratmeter großer Mehrzweckraum entstanden, den auch Stadtteil-Initiativen, Kultur- oder Jugendvereine nutzen können. Nicht zuletzt als Treffpunkt für die Integration der verschiedenen Kulturen. Angepriesen wird die neue Halle daher als zentrales Projekt, um die Lebensqualität in Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf zu erhöhen. Eine Besonderheit ist übrigens die auf dem Dach installierte Solaranlage, die Heizung und Warmwassererzeugung unterstützt. Zum Parken entstanden 29 Stellplätze.
Viele Gäste aus Sport und Politik freuten sich über den „wichtigen Lückenschluss in der spielsporttauglichen kommunalen Sporthallenlandschaft“, wie es hieß. „Wir wissen aber, dass wir noch nicht jeden Wunsch nach Hallenzeiten befriedigen können. Deshalb arbeiten wir weiter daran, die Ziele unseres Sportprogramms umzusetzen“, sagte Rosenthal. Nächstes großes Projekt sei die Dreifelderhalle, die bis 2016 an der neuen Sportmittelschule im Waldstraßenviertel entsteht.  Mathias Orbeck

LVZ vom 16.04.2013 Seite 14

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