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LVZ: Hockey-Altmeister neuer Sachsen-Präsident

15. April, 2013 | 08:30

Hans-Dietrich Sasse
Hans-Dietrich Sasse beendet Verbandsjahr ohne Chef

Die führungslose Zeit ist vorbei, seit Sonnabendnachmittag hat der Sächsische Hockey-Verband (SHV) wieder einen Präsidenten. Auf ihrer in der Sportschule „Egidius Braun“ durchgeführten 12. Mitgliederversammlung wählten die Vertreter der in 17 Vereinen organisierten fast 2000 Spieler Hans-Dietrich Sasse (ATV 1845 Leipzig) an die Spitze ihres Verbandes. Der 72-Jährige löst den verdienstvollen Gerhard Langner, der am 1. März 2012 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben war, als Präsident ab.
Nach Langners Tod wurde der Verband über ein Jahr lang durch die Vizepräsidenten Ralf Dietrich (Sport/LSC 1901), Werner Wiedersich (Leistungssport) und den jüngst kooptierten Falk Jänicke (Marketing und Öffentlichkeitsarbeit/beide ATV) geleitet. Sie wurden am Sonnabend in ihren Funktionen bestätigt.
Hans-Dietrich Sasse ist ein in Hockeykreisen Deutschland sehr anerkannter Mann, und das sowohl als Sportler als auch Funktionär. Als Torwart bestritt er 79 Länderspiele für die DDR und nahm an zwei Olympischen Spielen (1964 Tokio, 1968 Mexiko-Stadt) teil. Dem SHV-Präsidium gehört er seit zwölf Jahren an (Breitensport).
Altmeister Sasse tritt das Amt in einer für den SHV nicht gerade leichten Zeit an. Vom Deutschen Hockey Bund bekam Leipzig für dieses Jahr nicht wieder den Status als Schwerpunktsportart zuerkannt, der Kunstrasen in Abtnaundorf soll ab Juli 2013 durch einen Belag ersetzt werden, der nicht „hockeytauglich“ ist. „Ich wusste um die Probleme, und habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch mir war auch klar, dass wir auf dieser Mitgliederversammlung unbedingt einen neuen Präsidenten wählen müssen. Dieser Verantwortung wollte ich mich nicht entziehen.“ Von enormer Bedeutung sieht es Sasse auch an, dass die im Februar 2015 in der Arena Leipzig stattfindende Hallenhockey-WM zu einem vollen Erfolg geführt wird. „Eine bessere Werbung für den Hockeysport kann es überhaupt nicht geben. Gleichzeitig erfüllen wir damit ein Vermächtnis meines Vorgängers“, unterstreicht Sasse. Gerhard Langner erhielt postum die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Rolf Becker

LVZ vom 15.04.2013 Seite 23