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Erste Herren: Trotz vierer Punkte unter den Möglichkeiten geblieben

13. Mai, 2001 | 22:30

Die ersten Herren mussten an diesem Wochenende gleich zwei Mal an der Prager Straße ran, da für den Sonnabend noch das Nachholspiel gegen den Lindenau-Bezwinger Blau-Weiß Torgau angesetzt worden war, bevor Sonntag der SV Post Chemnitz zu Gast war.

Vor dem Spiel gegen Torgau wäre man sicherlich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen, wusste man doch um die Stärke der Elbstädter. Doch angesichts des Spielverlaufs mussten sich auch die Maßstäbe andern. Der ATV schloss die gegnerische Mannschaft mit schön anzusehendem Aufbauspiel in der eigenen Hälfte ein, kam aber nur zu wenigen klaren Chancen, da die Torgauer sich aufs Verteidigen bzw. Kontern beschränkten, dabei aber immer gefährlich blieben. Auch nach der Halbzeit war der ATV die bessere Mannschaft, aber die fehlende Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor sollte sich durch eine verwandelte Stafecke der Torgauer rächen. Der ATV spielte nun noch zwingender, im Sturm haperte es aber immer noch. So war es dann auch wenig verwunderlich, dass der Ausgleich von einem Mittelfeldspieler erzielt wurde: Jan Piepenbrink schob die Kugel nach einem verunglückten Torschuss von Berthold Höhne aus kurzer Distanz über die Linie. Es folgten noch mehrere gute Chancen für den ATV – Torgau kratzte in der letzten Spielminute noch einen Versuch von Berthold Höhne von der Linie – doch letztendlich konnten die enttäuschenden Torgauer den Punkt über die Zeit retten.

Am Sonntag sollte gegen Chemnitz gleich nachgelegt werden, auch hier spielte man den Gegner wieder in seiner Hälfte fest – doch auch hier konnte man die Chancen, die sich heute zahlreicher ergaben, nicht konsequent genug verwerten. Eine vom bärenstarken Robert Boyde verwandelte Strafecke brachte dann die Führung, die aber nur kurze Zeit später ausgeglichen wurde, als Chemnitz sträflich unbedrängt mit der Rückhand einen Konter abschloss. Das ATV-Team war heute noch nachlässiger mit der Chancenverwertung und schien dem Kräfteverschleiß gegen Torgau Tribut zu zollen. So passte es ins Bild, dass Jan Piepenbrink nicht mal einen Siebenmeter auf das Tor bringen konnte. Doch wenigstens die Ecken brachten mehr als am Vortag: Erneut Robert Boyde, erneut ins kurze Eck, 2:1 hieß es zur Pause.

Die Überschrift für die zweite Hälfte könnte man auch „Die Leiden des jungen C.“ nennen… Christian Hoffmann, sonst immer für ein Tor gut, konnte keine seiner mindestens fünf hochkarätigen Chancen im Chemnitzer Tor unterbringen. „Ich hätte auch mit Taucherbrille spielen können“, so sein Kommentar. Doch dann hätte er nicht so schön aufgelegt für Berthold Höhne, der mit seinem dritten Saisontor das 3:1 markierte. Chemnitz kam noch einmal durch einen verwandelten (jedoch sehr umstrittenen) Siebenmeter auf 3:2 heran, doch dann gab es wieder eine Ecke für den ATV… Robert Boyde, flacher Schuss, kurzes  Eck… 4:2. So sollte es dann auch nach 70 Minuten heißen. Insgesamt konnte Trainer Berthold Höhne mit der spielerischen Leistung zufrieden sein, der „Killerinstinkt“ vor dem Tor wurde aber vermisst – nächste Woche gegen Lauchhammer gibt’s den nächsten Versuch… (Sonntag, 20.05., 13 Uhr Prager Str.).