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Frisbee: 1. Wochenende – Deutsche Meisterschaften 2. Liga Open

10. August, 2017 | 15:03

Salzwedel – was fällt einem zu Salzwedel ein? Nicht viel, außer dass es der Ort ist, der (gefühlt?) am weitesten von jeder Autobahnauffahrt in Deutschland entfernt liegt. Und Salzwedel sollte natürlich der Ort sein, an welchem Ost’n Powers sein erstes DM-Wochenende in der 2. Liga Nord bestreiten sollte. Ost’n Powers ist eine Spielgemeinschaft in der Frisbeespieler des ATV Leipzig mit Spielern aus Dresden, Halle und anderen Städten in Thüringen und  Sachsen.

Gezeltet wurde neben vier schönen Plätzen im Stadion. In den neuen Shirts im 1960er-Stil bestritt Ost’n Powers am Samstagmorgen ihr erstes Spiel gegen BORA (UFO – Ultimate Frisbee Osnabrück und Sean’s Sheep), ein junges ambitioniertes Schwergewicht aus Osnabrück und Beckum. UFO hatte einigen von uns Jahr für Jahr immer schwierigere Spiele geliefert und angesichts dessen, dass BORA noch mehr Spieler als wir nach Salzwedel gebracht hatte, war uns klar, dass das erste auch möglicherweise das anspruchsvollste Spiel werden würde. Es ging auf jeden Fall gleich zur Sache. Lange verlief das Spiel auf Augenhöhe, aber am Ende sicherte sich BORA mit 15:13 den Sieg. Letztendlich waren es wohl die Sideline-Befreiungen mit einer dynamischen Handlerrotation, dem ein oder anderen erfolgreichen langen Pass und die athletischen Layout-Defenses der Gegner, die den Unterschied machten – Offensefehler gab es auf beiden Seiten leider noch genug.

Der Wind wurde stärker und im zweiten Spiel gegen die Red Eagles (Berlin) konnte man wirklich von Upwind- bzw. Downwind Offenses sprechen. In der ersten Hälfte konnten die Berliner mehr Upwind Offenses durchbringen als wir und hatten entsprechend mehr Punkte. In der zweiten Hälfte drehte sich das allerdings ins Gegenteil (bessere Defense?) und so konnten wir letztendlich doch den ersten Sieg des Wochenendes mit 14:11 einfahren.

Im dritten Spiel des Samstags wollten wir es besser machen und von Beginn an konzentriert in die Partie starten. Vielleicht war es der Umstand, dass die Kieler von Tekielas Ultimate Frisbee e.V. mit nur elf Spielern und davon zwei Frauen angereist waren, dass wir zu locker in das Spiel starteten, denn die Zusammensetzung war den Kielern kaum anzumerken und bald stand es schon 8:2 für den Gegner. Zahlreiche Konzentrationsfehler unsererseits und präzise Pässe der Kieler waren dafür verantwortlich. Wir konnten uns jedoch zusammenraufen und konnten zwischenzeitlich 6 oder 7 Defenses holen und nach einiger Zeit stand es 10:10. Den Kielern war die Anstrengung inzwischen anzumerken, was unser Glück war, sodass wir das Spiel zum letztendlichen Endstand von 13:11 zu unseren Gunsten entscheiden konnten.

Am Sonntagmorgen durch Regen und Gewitter geweckt, konnten wir unser vorletztes Spiel gegen Wall City Too (a.k.a. DiscKick Ultimate Frisbee Berlin) dennoch im Trockenen bestreiten. Die Verjüngung des ersten Wall City Teams hatte auch das zweite Team erreicht, und so konnten die Jungs aus Berlin uns zahlenmäßig und von der Erfahrung her nicht viel entgegensetzen, und obwohl uns ein paar erfolgreiche lange Pässe zu viel eingeschenkt wurden, war es am Ende mit 15:5 ein recht deutliches Ergebnis.

Das letzte Spiel des Wochenendes sollte noch mal schwer werden. Der Goldfingers Ultimate Club aus Potsdam war uns als erfahrene und schnelle Truppe bekannt und genau so gingen unsere “Rivalen aus dem Osten“ (Zitat Potsdam im Spirit Circle) auch ins Spiel. Schnell lagen wir wieder drei Punkte zurück, doch dann verlangsamte sich der Schlagabtausch, weil wir entschlossen waren, das Spiel nicht abzugeben. Auf beiden Seiten wurden so manche Turns generiert, der Wind war auch keine Hilfe, dennoch konnten wir uns mit 8:7 doch noch die Halbzeit holen. Von da an waren wir konzentrierter im Spiel und obwohl die Goldfingers bis zum Schluss kämpften und mit aller Kraft dagegen hielten, trugen wir das Spiel mit 14:12 ins Ziel. Respekt und Dank an Potsdam für das heiße letzte Spiel.

Fazit des Wochenendes: Es war schön als Team enger zusammenzuwachsen. Wir haben gesehen, dass Spiele nicht nur über die Beine, sondern vor allem im Kopf gewonnen werden. Also müssen wir vor allem mehr Konzentration am 2./3. September in Kiel zeigen, wenn wir die ausstehenden Poolspiele gegen DMB – Ultimate Frisbee Bremen und die Funaten aus Hannover bestreiten. Durch glückliche Fügung bei den anderen Spielen, haben wir den Klassenerhalt in Liga 2 bereits in der Tasche und kämpfen mit 3 anderen Teams um zwei Aufstiegsplätze in Liga 1.