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Hart gekämpft: Spreepokal / Ost- Deutsche – Meisterschaft der B- Knaben 2017

26. März, 2017 | 21:16

Spielbericht von Isabelle Wieczorek.

Mit dem dritten Platz in der Mitteldeutschen Meisterrunde und als erstplatzierte, sächsische Mannschaft durften die B- Knaben auch in diesem Jahr die Fahrt zur Ost-Deutschen- Meisterschaft der Altersklasse der 10-12jährigen gen Norden nach Güstrow antreten. Mit großer Vorfreude auf die zahlreichen spannenden Spiele machte sich ein 17-köpfiger Trupp aus Spielern und Eltern am Freitagnachmittag auf.

Das erste Gruppenspiel sollte am folgenden Morgen um 10.00 Uhr beginnen, so dass nach Ankunft und „Essenfassen“ noch genügend Zeit für die Jungs war, sich gemeinsam auf das Turnier einzuschwören.
Um die Jungs auch tatsächlich wach zubekommen, wurden sie beim Morgenlauf von Till durch die heimischen Wälder gescheucht und kamen mit hoch, roten Köpfen am Frühstücksbuffet an.
Kurze Zeit später befanden wir uns auch schon in der Halle und nach der Besprechung und kurzen Einspiel gab es auch schon die erste Aufregung, denn die Organisatoren entschieden sich, entgegen des vorhandenen Spielplanes, auf eine Erhöhung der Spielzeit von anfänglich  15min auf 2x10min pro Spiel. Bei insgesamt fünf Staffelspielen, sollte sich dies am Ende auch konditionell wieder bemerkbar machen.
Als erster Spielgegner stand nun, wie mehrfach in der Saison, die Mannschaft des Cöthner HC den Unseren gegenüber. Zuletzt gingen die Punkte leider an die schwarz-gelben, aber dies wollte man diesmal nicht zulassen. Leider begannen die Jungs sehr verhalten und zu zaghaft, sodass man den von Anfang an wacheren Gegner nicht so recht Paroli bieten konnte. So musste der erste Treffer nach ca. 9 min auch gegen uns hingenommen werden. Zum Glück konnte  Leo den Anschluss noch vor der Halbzeitpause im Tor platzieren. So recht wollte es aber auch in der zweiten Hälfte nicht klappen, sodass die Punkte doch wieder an Cöthen abgegeben werden mussten. Das Endergebnis lautete 4:2 gegen.
Nach kurzer Pause (nur eine Spielzeit) ging es erneut auf die Spielfläche. Der nächste Gegner hieß Jena und war ebenfalls aus der Saison gut bekannt. Wesentlich munterer und mit mehr Druck gingen unsere Jungs das Spiel an. Der Halbzeitstand 1:1 ließ aber noch keine Entwarnung zu, deshalb war man um so erleichterter, als nach Abpfiff eine Ergebnis mit 3:1 zu unseren Gunsten auf der Anzeigetafel aufblitzte.
Für das dritte Gruppenspiel stand nun ein Wechsel auf das andere Spielfeld 2 auf den Plan. Im Normalfall kein Problem, allerdings gab es auf Spielfeld 1 mehrere Minuten Verzögerung, sodass die eingeplante Pause für die Jungs lediglich 6 Minuten betrug. Der Gegner Pritzwalk hatte also dahingehend einen vermeintlichen Vorteil, da er ausgeruhter ins Spiel gehen konnte. So ergab es sich auch, das unsere Jungs schon arg an die Grenzen ihrer Kondition kamen, aber man musste durchhalten und alles geben, da ja noch zwei weitere  Spiele auf den heutigen Plan standen. Zum Glück konnten die Jungs des Pritzwalker FHV ihren Vorteil nicht nutzen und unsere Jungs konnten mit 1:0 in Führung gehen. Zwei weitere Tore folgten in Minute 12 bis es kurz vor Schluss (25 Sekunden vor Ende) noch ein unnötiges Gegentor gab. Dennoch ging man erschöpft aber glücklich über den Sieg vom Platz.
Der nächste Gegner hieß Blau-Weiß Berlin und zählte als Favorit auf den Titel zum schwersten Gegner in unserer Staffel. Leider wurden sie ihrer Rolle gerecht und fegten uns 6:0 vom Platz.
Mit dem letzten Gegner am heutigen Tage stand den Jungs der Brandenburger Sport und Ruder Klub gegenüber. Alle Kräfte wurden noch einmal mobilisiert und so zeigten die Jungs noch einmal Stärke und holten sich die letzten Punkte auf ihr Konto. 4:1 hieß es nach Abpfiff der letzen Partie.
Durch die zwei Niederlagen hatte man es nun leider nicht mehr in eigener Hand am nächsten Tag das Halbfinale zu bestreiten. Das Speil Jena gegen Cöthen musste darüber entscheiden, ob vielleicht doch noch der Einzug ins HF gelingt. Leider hatten die Jenaer einen schlechten Tag erwischt und spielten in ihrem letzten Speil nur ein Unentschieden ein. Damit stand Cöthen als Gruppenzweiter hinter BW Berlin fest und wir konnten durch Platz drei der Gruppe nur noch das Spiel um Platz fünf anvisieren.
Am Abend ging erwartungsgemäß nicht mehr groß die Party bei den Jungs ab, aber Spaß hatten sie dennoch reichlich.
Tag zwei begann wieder mit Morgengymnastik und Frühstück, bevor der Weg in die Halle angetreten wurde. Wieder war die Anstoßzeit für unser erstes Spiel 10.00 Uhr und man hoffte diesmal nicht so verschlafen zu beginnen wie am Vortag.
Wieder hieß der Gegner Cöthen, allerdings war es die zweite Mannschaft, die wie sich schnell herausstellte, keinesfalls weniger stark einzuschätzen war. Der Halbzeitstand mit 0:0 ließ böses vermuten bis uns Leo kurz vor Schluss der Partie (es waren nur noch 20sec. zu spielen) erlöste und den Ball irgendwie in das gegnerische Tor stocherte.
Spiel um Platz fünf war erreicht. Nun hatten die Jungs mehr Zeit, um sich für das letzte Spiel vorzubereiten und so sahen alle Zuschauer ein wahnsinnig packendes Halbfinale zwischen dem späteren Finalteilnehmer BW Berlin und der Potsdamer SportUnion. Die spielerische und technische Überlegenheit beider Mannschaften dem anderen Teilnehmerfeld gegenüber ließ unsere Jungs regelrecht staunen und man musste neidlos anerkennen, dass unsere Art Hockey zuspielen noch weit entfernt ist von dem was uns die Berliner Mannschaften zeigten.
Im Spiel um Platz fünf trafen nun unsere Jungs auf die B-Knaben des Schweriner SC. Nach anfänglich ausgeglichener Partie und dem Halbzeitstand von 1:1 musste man leider in Hälfte 2 durch zwei riesige Patzer das zwischenzeitliche Ergebnis von 1:3 versuchen auszugleichen. Durch eine verwandelte Strafecke kamen wir noch auf ein 2:3 ran, allerdings reichte die Zeit nicht mehr, um das Ergebnis zu unseren Gunsten in die richtige Bahn zu lenken.
So hatte man am Ende des Turnieres wieder Platz sechs wie im Vorjahr erreicht, aber dennoch waren die Jungs nicht völlig enttäuscht, da ein Platz im Mittelfeld ja zeigt, dass man nicht alles verkehrt gemacht hat.
Zu guter letzt heißt es noch Tschüss zu sagen, an die Jungs, die mit der Feldsaison zu den A- Knaben wechseln und es sei ein riesengroßer Dank denen auszusprechen, die als Fahrer, Fans und Organisatoren die Jungs begleiteten und den weiten Weg nach Güstrow und die Strapazen eines solchen Wochenende auf sich genommen haben, anstatt sich ein ruhiges Wochenende zu gönnen.