Bericht vom Heimspiel gegen LSC am 16. Mai 2004:
Was so viel heißt wie: Die ersten Herren dürfen die fünfte Sachsenmeisterschaft in Folge feiern – gegen den LSC reichte eine durchwachsene Leistung zu einem 3:2-Sieg, der die vorzeitige Titelverteidigung bedeutet. Mit sechs Punkten Vorsprung bei nur einem noch ausstehenden Spiel (am 6. Juni bei HCLG II) ist an der Tabellenführung nicht mehr zu rütteln. Dabei hatte der LSC eigentlich den besseren Start – mit einigen Jugendspielern erfolgreich aufgefrischt, kombinierten die Schleußiger passabel auf fremden Platz, ließen hinter der gegnerischen Viertellinie jedoch jegliche Gefährlichkeit vermissen. Der ATV hatte etwas Mühe zu seinem Spiel zu finden, kam aber immerhin zu Torchancen, von denen Tim Gräfe Mitte der ersten Halbzeit eine nutzte: Per Ecke schlug er zwar nicht sehr hart, dafür aber ausreichend platziert an das gegnerische Torbrett. Wenig später war es Christian Linke, eigentlich zuständig fürs Tore-Verhindern, der nach einem Freischlag am Kreis aus kurzer Distanz den LSC-Torwart überwand und den 2:0-Halbzeitstand herstellte. In der zweiten Hälfte dominierte der ATV das Geschehen – zumindest bis eine Viertelstunde vor Spielende. Bis dahin boten sich auch zahlreiche Chancen den Vorsprung auszubauen, doch die Herstellung einer klaren Führung wurde versäumt. Zwar erhöhte Jan Piepenbrink nach einem Zuckerpass von Timo Ecker mit einem sehenswerten Stecher in den linken Torwinkel auf 3:0, doch anschließend schwand die Konzentration und der Wille zu Laufen zusehends. So gelangen dem LSC noch zwei Treffer, wobei zumindest einer äußerst fragwürdig war. Doch da es sich um die letzte Spielminute handelte, war keinem mehr nach großer Aufregung zumute. Für den größten Aufreger hatten die beiden ATV- und LSC-Urgesteine Dirk Scheigenpflug und Ulrich Brüstel bereits Anfang der zweiten Halbzeit gesorgt, wobei Uli Brüstel sich beste Haltungsnoten verdiente und so wesentlich zum Unterhaltungswert der Partie beitrug. Doch das nur am Rande – insgesamt war’s ein faires Spiel, bei dem der ATV auch verdient als Sieger vom Platz ging. Dennoch wollte nach dem Abpfiff nicht der große Jubel beim neuen und alten Sachsenmeister ausbrechen – zu eklatant war der Einbruch und zu fahrig wirkte das gesamte Spiel, so dass allen klar war, dass für den ersehnten Aufstieg andere Leistungen abgerufen werden müssen.
Dem LSC-Käpt’n Thomas Speich, der bei einer unglücklichen Aktion – wie schon im Hinspiel erneut mit Stefan Fabig – die Kugel ins Gesicht bekam und mit einer Platzwunde schon in der ersten Hälfte aus dem Spiel gehen musste, wünschen wir von hier aus gute Besserung!
J. Piepenbrink 16/05/04






