28. September 2003
Bericht vom Heimspiel gegen Torgau, 28.09.2003:
Die Ersten Herren haben am Sonntag den Tabellennachbarn Torgau deutlich mit 6:1 (1:1) geschlagen und behaupten nunmehr mit 10 Punkten vor dem LSC die Führung in der Oberliga. Ein feines Pölsterchen für die neu eingeführte “Winterpause”, denn aus den verbleibenden drei Spielen (Mai/Juni 2004) braucht der ATV nur noch zwei Pünktchen, um die Titelverteidigung unter Dach und Fach zu bringen. Das Spiel gegen Torgau begann optimal: Erste Ecke für den ATV und schon stand es 1:0 durch Tobias Fabig. Dieses Spielchen sollte sich noch weitere vier Mal wiederholen, so dass Tobias Fabig letztendlich als fünffacher Torschütze auf dem Spielbericht vermerkt wurde. Wie es sich für Geschwister gehört, gab er seinem kleinen Bruder aber auch was ab – zum 5:1 durfte Stefan Fabig die Ecke verwandeln. Dass Torgau zwischenzeitlich per Siebenmeter zum 1:1 ausgeglichen hatte, fällt da im Nachhinein kaum mehr auf, zumal Riyad Souissi im ATV-Tor einen zweiten Siebenmeter für Torgau (es wäre das 4:2 gewesen…) glänzend parierte. Torgau hat sich damit endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet, hinter dem ATV rangeln sich jetzt der LSC und Meerane um die verbliebene Titelchance. Doch schon am nächsten Spieltag, wenn beide Kontrahenten direkt aufeinander treffen, wird sich die Verfolgerzahl erneut um Eins reduzieren… Auf den unteren Tabellenrängen hat der HTC mittlerweile seinen ersten Punkt erkämpft (gegen HCLG II), dazu von hier aus einen herzlichen Glückwunsch!
J. Piepenbrink 28/09/03
14. September 2003
Bericht vom Spiel gegen den HTC am 14.09.2003:
Das Bruderduell in der Oberliga Sachsen, das Stötteritzer Ortsderby ATV gegen HTC, ist klar für den gastgebenden ATV und Bruder Bernd K. ausgegangen. Konnte das Hinspiel noch äußerst knapp (2:1) gestaltet werden, hatte der Tabellenletzte gegen den Ersten auf dem künstlichen Geläuf keine Chance. Siegchance, wohlgemerkt, Torchancen hatten die Südostler zuhauf, doch Riyad Souissi war im Brandfall stets rechtzeitig zur Stelle und bewies, dass auch er zu Null spielen kann… (reicht das, Riyad?). Ohne den urlaubenden Trainer Henne Wieczorek, dafür aber mit zurückgekehrtem Käpt’n Storch bestimmte der ATV von Anfang an das Geschehen. Und wie einen Tag zuvor in der Fußballbundesliga für einige Stürmer der Knoten platzte (Bobic, Makaay), war dieses heute auch bei den ATV-Stürmern Christian Hoffmann und Henning Merten der Fall, die beide ihre beiden ersten Saisontore erzielten, jedoch nicht wie ihre Bundesligakollegen als Verlierer vom Platz gingen. Auch Tobias Fabig und Jens Franke stachen je zweimal und bauten ihr persönliches Torekonto damit auf Sieben Treffer aus, Jan Piepenbrink erzielte sein zweites Saisontor. Insgesamt ein munteres Spielchen, wobei das Wort “Spielchen” schon die zum Teil gezeigte Einstellung widerspiegelt, die sich u.a. in der Chancenverwertung und Deckungsarbeit niederschlug. Aber wer will’s einem verdenken nach dem mühsamen Kampfsieg über Meerane einen Spieltag zuvor…! Apropos Meerane… das ist die eigentliche Nachricht des Tages: Denn der ehemalige Regionalligist verlor auch bei Torgau, und das gleich richtig satt mit 5:1. Gratulation an Torgau, das damit auf den zweiten Tabellenrang rückt und somit dafür sorgt, dass in zwei Wochen, wenn der ATV die Elbstädter empfängt, schon wieder ein Spiel Erster gegen Zweiter ansteht. Eigentlich also ein perfekter Tag für den ATV – wenngleich man munkelt, dass sogar ein ATV-Spieler das Spiel buchstäblich “zum kotzen” gefunden haben soll…
J. Piepenbrink 14/09/03
7. September 2003
Bericht vom Auswärtsspiel gegen Meerane am 07.09.2003:
Stark ersatzgeschwächt haben die Ersten Herren am Wochenende auf fremdem Platz gegen den schärfsten Verfolger und Regionalliga-Absteiger Meerane mit 2:1 (1:0) gewonnen und damit ihre Tabellenführung in der Oberliga gefestigt.
Ohne die vier wichtigen Stützen der Mannschaft Stefan Fabig (Käpt’n im Urlaub), Jens Franke (Topscorer beim Geldverdienen), Michael Rullmann (Abwehrbollwerk im Krankenhaus – gute Besserung!) und Henning Merten (Flügelflitzer im Ballermann) war die Taktik naturgemäß defensiver als sonst ausgerichtet, zumal auch dem leicht lädierten Sturmroutinier Tim Gräfe nur ein schonender Einsatz zugemutet werden sollte. Die Meeraner verteilten vor dem Anpfiff noch Geburtstagsblumen, doch mehr Geschenke sollten an diesem Tag nicht mehr verteilt werden… Es ging gleich zur Sache, wobei die Platzherren – mit gebotener Vorsicht und nie mit der letzten Konsequenz – ein leichtes Übergewicht herausspielten und der ATV sich auf’s Reagieren, sprich: Kontern verlegen konnte. Bei diesen war der ATV aber stets “messergefährlich” wie Trainer Henne Wieczorek es treffend in der Halbzeit analysierte. Was er gesehen hatte, konnte ihn wahrlich zufrieden stellen, denn nach einer guten Viertelstunde hatte Tobias Fabig bei einem dieser Konter eine Ecke herausgeholt und diese auch gleich selber durch einen Schlenzer über die Schulter des Torwächters (kleine vokabularische Hommage an G. Netzer) optimal zum 1:0 genutzt. Meerane war anschließend ebenfalls vor allem durch Ecken gefährlich, jedoch nicht erfolgreich – Halbzeitstand 1:0 für den ATV.
Den Anfang des zweiten Durchgangs verpennte der ATV dann förmlich: Zu wenig gegen die brennenden Meeraner, die dem qualifizierten Fachpublikum jetzt zeigen wollten, dass sie zwar grün, aber keine Gurkentruppe sind. Ein Siebenmeter wurde sicher zum Ausgleich genutzt, so dass jetzt kurz nach der Pause und dem Ausgleich das Spiel unter dem hohen Druck der Gastgeber zu kippen drohte. Doch durch konsequente Abwehrarbeit, die schon im Sturm begann, blieb Meerane ausschließlich durch Ecken torgefährlich, der ATV spielte sich dagegen immer wieder durch das Mittelfeld frei und konnte in der härter werdenden Partie (an dieser Stelle auch ein Lob an die Schiedsrichter!) bestens dagegenhalten. Letztlich klappte tatsächlich sogar noch der Siegtreffer: Nach scharfer Vorlage von “Dr. Matrix” Bernd Karwatzki aus dem linken Mittelfeld stach Tim Gräfe die Kugel unhaltbar ins lange Eck und freute sich diebisch über sein erstes Joker-Tor. Die letzten 10 Minuten brannte nichts mehr an, so dass die verschiedenen Kästen Bier, die von Käpt’n, Abteilungleiter und Trainer ausgesetzt worden waren, sicher eingefahren wurden – ob’s an Kessi lag, der während des ganzen Spiels an seinem “Glücksplatz” stehen blieb…? Letztlich ein etwas glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg. Aber wie auch immer – die Herren scheinen tatsächlich etwas aus den traumatischen Leuna-Erfahrungen mitgenommen zu haben… sind wir etwa auf einmal abgezockt???
L. Tröllsch / J. Piepenbrink 07/09/03